Lehrveranstaltungstypen

Vorlesung (VO): Der Stoff wird hauptsächlich in Vortragsform vermittelt, wobei keine Anwesenheitspflicht besteht. Für die Prüfung bedarf es einer gesonderten Anmeldung im UNIGRAZonline, die Prüfungen können bei Vorlesungen in schriftlicher oder mündlicher Form stattfinden.

Vorlesung verbunden mit Übung (VU): In dieser Lehrveranstaltung wird im Anschluss an die Vorlesung eine Übung angehängt, in welcher ein juristischer Fall gelöst wird.

Kurs (KS): Kurse oder „Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter“ sind Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht, bei denen der Stoff nicht nur vorgetragen, sondern auch in Diskussionsform und anhand von Fällen erarbeitet wird. Es ist daher notwendig, sich selbständig auf die Kurseinheiten vorzubereiten und mitzuarbeiten. Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist bei Kursen auf wenige Studierende (meist 50) beschränkt. Es ist folglich unbedingt notwendig, sich rechtzeitig im UNIGRAZONLINE anzumelden. Bei begehrten Kursen entscheiden hier oft Sekunden!

TIPP: HIER KANN DIE ATOMUHR HELFEN, IMMER PÜNKTLICH ZU SEIN!

Wenn gegen die Anwesenheitspflicht verstoßen wird, muss man mit der Zurückweisung der Anmeldung (als ob man den Kurs nie besucht hätte) bzw. der negativen Beurteilung des Kurses rechnen. Auf Antrag kann aber in bestimmten Fällen (z.B. Krankheit) die Studiendekanin eine Befreiung von der Anwesenheitspflicht genehmigen. Ist der Kurs negativ abgeschlossen worden und wird keine Wiederholungsklausur, um sich die Note auszubessern, angeboten, so ist der Kurs gänzlich zu wiederholen.

TIPP: ACHTUNG! ANMELDUNG ZUM KURS = ANMELDUNG ZUR PRÜFUNG

Seminar (SE): Im fortgeschrittenen Studium wird euch dieser LV-Typ begegnen. Seminare dienen der wissenschaftlichen Diskussion. Von den Teilnehmenden werden eigene Beiträge geleistet. Seminare werden in der Regel durch eine schriftliche Arbeit abgeschlossen.

Fächer

Im Studium gibt es 4 Arten von Fächern:

  • Pflichtfächer:
    Dies sind jene Fächer im Studium, die jeder Studierende absolvieren muss.
  • Wahlpflichtkurs:
    Das sind Kurse des 2. Studienabschnittes, die im Ausmaß von 2 Semesterstunden zu absolvieren sind.
  • Wahlfächer:
    Lehrveranstaltungen des 3. Abschnitts. Diese Lehrveranstaltungen können aus dem jeweiligen Spezialisierungsgebiet frei gewählt werden.
  • Freie Wahlfächer:
    Müssen im Ausmaß von 12 ECTS absolviert werden. Als freies Wahlfach gilt jede Prüfung, die an einer postsekundären Bildungseinrichtung (Universität, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Akademien) abgelegt wurde. Eine Beurteilung der Leistung ist Voraussetzung für die Anerkennung.  Auch können Berufspraktika als freies Wahlfach angerechnet werden (Bsp.: Rechtshörerschaft)

Alle Fächer im Studium werden in Semesterstunden gerechnet. Eine Lehrveranstaltung im Ausmaß von einer Semesterstunde erfordert eine Anwesenheit von einer Stunde pro Woche für ein Semester. Eine Universitätsstunde hat in Wirklichkeit nur 45 Minuten. D.h. dass z.B. ein zweistündiger Kurs nur eineinhalb Stunden dauert.

Die Gesamtstundenzahl des Diplomstudiums beträgt abzüglich der freien Wahlfächer 112,5 Semesterstunden.

Im ersten Abschnitt müssen 26,5, im zweiten 66 und im Dritten 20 Semesterstunden absolviert werden. Zusätzlich sind im Laufe des ganzen Studiums freie Wahlfächer im Ausmaß von 12 ECTS-Anrechnungspunkten zu erbringen. Wann Ihr Euch den freien Wahlfächern widmet, ist gänzlich Euch überlassen.

Die ECTS-Punkte spiegeln die für die einzelnen Fächer vorgesehene Arbeitsbelastung der Studierenden wieder und dienen der nationalen und internationalen Vergleichbarkeit von Studienleistungen. Eine Semesterstunde entspricht:

  • 2,5 ECTS-Punkten bei einem Kurs (KS) oder einem Seminar (SE),
  • 2 ECTS-Punkten bei einer Vorlesung und Übung (VU),
  • 1,5 ECTS-Punkten bei einer Vorlesung (VO),
  • 1 ECTS Punkt bei einem Praktikum, einer Arbeitsgemeinschaft oder Ähnlichem.